Dienstag, 23. April 2013
August
srdan majstorovic, 11:43h
August
Die Sonne fällt über uns her. Eine deutliche Ansage die Träume hinter sich zu lassen. Seit vier Monaten bin ich an der Front und sehe wie Männer enden. Ich sehe das schwindende Licht, immer ein letztes Flackern, ein kurzer Gedanke der durch die Seele huscht und dann ist das Leben aus. Die Granaten trommeln ihren Beat. Panzer die über Körper rollen. Die Bäume fressen und alles zu einem neuen Wesen machen. Die Frontlinie bewegt sich kaum. Mal ein Meter vor, mal ein Meter zurück. Unser Offizier ist kein heißer Krieger, wir machen das Nötigste. Schießen nicht auf alles, warten aber auf alles. Wir essen wenn unser Offizier isst, wir reden wenn unser Offizier redet, wir denken wenn unser Offizier denkt und zwar immer das was er denkt.
Selten Briefe von Zuhause falls es das überhaupt noch gibt. Der Hof ist in Schuss. Meine Tochter ist zur Welt gekommen, ich kenne sie nicht und werde sie vielleicht niemals kennen. Mein Vater ist gestorben, ihn kannte ich. Der Krieg unterbricht alles. Er vergewaltig alles was mit gutem Leben zu tun hat. Der Krieg ist ein ekelhafter Brei aus verklebten Lebenslinien die nur im Krieg zu einander finden.
Nicht alle kommen wieder nach Hause. Viele bleiben hier und verschimmeln in der Erde die voller Blut ist. Auf Fotos leben sie weiter aber für wie lange?
Die Sonne fällt über uns her. Eine deutliche Ansage die Träume hinter sich zu lassen. Seit vier Monaten bin ich an der Front und sehe wie Männer enden. Ich sehe das schwindende Licht, immer ein letztes Flackern, ein kurzer Gedanke der durch die Seele huscht und dann ist das Leben aus. Die Granaten trommeln ihren Beat. Panzer die über Körper rollen. Die Bäume fressen und alles zu einem neuen Wesen machen. Die Frontlinie bewegt sich kaum. Mal ein Meter vor, mal ein Meter zurück. Unser Offizier ist kein heißer Krieger, wir machen das Nötigste. Schießen nicht auf alles, warten aber auf alles. Wir essen wenn unser Offizier isst, wir reden wenn unser Offizier redet, wir denken wenn unser Offizier denkt und zwar immer das was er denkt.
Selten Briefe von Zuhause falls es das überhaupt noch gibt. Der Hof ist in Schuss. Meine Tochter ist zur Welt gekommen, ich kenne sie nicht und werde sie vielleicht niemals kennen. Mein Vater ist gestorben, ihn kannte ich. Der Krieg unterbricht alles. Er vergewaltig alles was mit gutem Leben zu tun hat. Der Krieg ist ein ekelhafter Brei aus verklebten Lebenslinien die nur im Krieg zu einander finden.
Nicht alle kommen wieder nach Hause. Viele bleiben hier und verschimmeln in der Erde die voller Blut ist. Auf Fotos leben sie weiter aber für wie lange?
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