Montag, 13. Mai 2013
Schwarm
Schwarm

Und ein Fluss, wie ein Gesicht, die Augen meiner Mutter, lebend und auf dem Weg zu einem ungewissen Ort. Harmloses Gespräch in der Küche, starker Kaffee. Meine Mutter spricht über ihr Leiden, über das Hämmern in ihrem Kopf, über die Schmerzen in den Beinen, über das lahmen in ihrem Leben. Mehr Kaffee, ein Augenblick Stille, ein Augenblick Jungfreulichkeit zwischen der Ernsthaftigkeit und der Angst.
Das Meer, noch einmal das Meer sehen oder Paris mit Augen erobern. Einfach eintauchen und nochmal unbeschwert durch Paris gleiten. Ein Blick auf den Fluss, auf das breite Wesen das Paris zu einer Metropole der Gegensätze macht. Meine Mutter und ich, in einem Cafe, Essen und Trinken, Gespräche, Worte von Glanz und Worte der Trauer. Kein zurück aus der Stadt, kein zurück in das Alte. Ein Licht steigt auf und gibt sich dem Mond hin.

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