Montag, 8. April 2013
Weltoffen
Weltoffen

Sie geben sich den guten Dingen hin. Sie mit dem Licht der Zeit, sie die wandeln ohne zu gehen. Man fesselt sie, trägt sie durch die Gegend und erschließt ihnen die bunte Welt.
Nichts als Tote Straßen. Bosnien ist nichts als Tote Straßen. Links und Rechts davon Häuser auf zwei Wasser, Gärten mit prallen Pflaumen und Menschen die sich durchschlagen. Bosnien ist wie die Hölle nur in schlimm, dort lebt der Krieg in den Gedanken der Menschen weiter. Dort dreht sich alles um den Tag, Pläne sind nicht drin, keiner macht in Bosnien Pläne.
Sie gehen durch die Gärten, lassen sich von der Natur verwöhnen, sie lassen die Sonne in ihren Kopf. Und trotzdem ist der Klang des Kriegs immer irgendwie da. Er heult in den Schluchten und jagt durch die Häuser der Menschen. Er treibt sein Unwesen, zerfrisst ganze Seelen mit seinem eisigen Hauch, er bricht die Herzen, führte ein Messer durch Linien und er trennt immer noch Nachbarn.
Bosnien ist Masse. Masse die ihre Bewegung nicht kontrollieren kann. Ein Knall folgt auf den nächsten.
Tragt mich raus in die Sonne, ein letztes Mal will ich diese Straßen sehen und dann aufgeben.

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